The Behavior of Ethicists

for the Blackwell Companion to Experimental Philosophy

 

Eric Schwitzgebel

Department of Philosophy

University of California at Riverside

Riverside, CA 92521-0201

 

Joshua Rust

Department of Philosophy, Unit 8250

Stetson University

421 North Woodland Boulevard

DeLand, FL 32723

 

January 23, 2014

 

 

 

 

Übersetzung aus dem Englischen von

Anton Polzhofer

Graz, August 2017

 

 

 

 

Das Verhalten von Ethikern

1. Einleitung

Nehmen wir an, eines der Ziele des Ethikstudiums sei die Selbstverbesserung. In der antiken Philosophie sah man moralische Selbstverbesserung oft als das vorderste Ziel eines Ethikstudenten an, etwa bei Aristoteles (4. Jhdt. v. Chr./1962), Konfuzius (5. Jhdt. v. Chr./2003) und Epiktet (2. Jhdt. n. Chr./2008). Obwohl Philosophen des 20. und 21. Jahrhunderts mit ihren ethischen Reflexionen eher auf theoretische Erkenntnis als auf Selbstverbesserung abzielen, so bleibt moralische Selbstverbesserung doch das Ziel einer signifikanten Anzahl von Ethikern, indem sie ihre philosophisch-ethische Ausbildung zur Reflexion über Fragen wie etwa nach der Pflicht zu wohltätigen Spenden oder der Legitimität von Fleischessen dafür nutzen, auch selber gemäß ihrer Konklusion zu handeln.

Zwei zusammenhängende Fragen verlangen nach einer empirischen Bearbeitung: Zeigt sich tatsächlich eine moralische Steigerung des moralischen Denkens, wie es von professionellen Ethikern praktiziert wird? Und welche Art von Verbindung besteht zwischen den explizit vertretenen moralischen Prinzipien der professionellen Ethiker und deren praktischen Handlungen? Die Lebensführungen bestimmter Ethiker werden oft mit diesen Fragen im Hinterkopf untersucht, besonders etwa das Leben von Martin Heidegger, der berüchtigt ist für seine Befürwortung des Nationalsozialismus (vgl. Sluga 1993; Young 1997; Faye 2005/2009). Allgemeine Behauptungen über das Verhalten von Ethikern werden oft auf persönliche Erfahrungen oder allgemein wahrscheinliche Annahmen zurückgeführt (vgl. Posner 1999; Knobe und Leiter 2007; Moeller 2009). Tatsächlich fehlte bis vor Kurzem noch jegliche systemische und quantitative Forschung über diese Themen. Bis heute wurden alle publizierten quantitativen Studien zu diesem Thema von Eric Schwitzgebel und Joshua Rust, meist in Zusammenarbeit, durchgeführt. Unsere allgemeine Erkenntnis lautet demnach: Im Durchschnitt unterscheidet sich das Verhalten von professionellen Ethikern nicht vom Verhalten der Kontrollgruppe, die sich aus Professoren anderer Fächer zusammensetzt. Zusätzlich fanden wir in einer multivariaten Studie heraus, dass Ethiker weder mehr noch weniger als irgendwelche anderen Professoren in Übereinstimmung mit ihren geäußerten moralischen Einstellungen handeln.

2. Moralisches Verhalten

Es ist schwierig, das moralische Verhalten von Ethikern zu untersuchen. Ethiker sind eine eher minoritäre Gruppe, die unter normalen Umständen nicht ins Labor gebracht wird oder in hohem Ausmaße in deren alltäglichem Leben beobachtet werden kann. Zwar können Umfragen zur Selbsteinschätzung durchgeführt werden, jedoch werden Selbsteinschätzungen über das eigene moralische Verhalten der Wahrscheinlichkeit nach durch die Tendenz verzerrt, das eigene Verhalten in einer sozial erwünschten Weise zu beschreiben. Manchmal ist es möglich, das Verhalten einer umfangreichen Anzahl von Ethikern direkt zu beobachten, etwa bei Konferenzen, dennoch ist das Verhalten in einer solchen Situation nicht unbedingt repräsentativ und wird möglicherweise verzerrt, wenn sich das Subjekt der Beobachtung bewusst wird. Des Weiteren werden Feldstudien in natürlicher Beobachtung oft durch andere Faktoren verzerrt, die das untersuchte Verhalten beeinflussen. Zusätzlich ist es äußerst umstritten, welches Verhalten als moralisch oder unmoralisch bezeichnet werden kann. Aufgrund dieser und noch weiterer Gründe muss unbedingt ein Blick auf die Unterschiedlichkeit konvergenter Ergebnisse geworfen werden, bevor haltbare Konklusionen gezogen werden können.

In den meisten unserer Studien konnten wir keinen statistisch erkennbaren Unterschied zwischen dem Verhalten von Ethikern und Nichtethikern erkennen. Anschließend findet sich eine Liste der bekannten Versuche, einen Unterschied zwischen dem moralischen Verhalten von Ethikern und Nichtethikern zu finden. Es werden beiläufig einige grundlegende Daten über die Mengenverhältnisse, Konfidenzintervalle und Statistiken angegeben, um den Leser die Interpretation der Nullresultate zu erleichtern. Alle der hier zusammengefassten Studien beinhalten zusätzliche Messungen und auch komplexere Messungen wie multiple Regressionsanalysen. Diese werden nur dann angegeben, wenn sich dadurch erhebliche Unterschiede in den Ergebnissen ergaben.

Fehlende Bibliothekswerke:

Unter Verwendung von Online-Information über Bibliotheksbestände untersuchten wir, wie viele Bücher im Bereich ziemlich obskurer philosophischer Themen in führenden akademischen Bibliotheken in den USA und im Vereinigten Königreich fehlten (Schwitzgebel 2009). Ethikbücher fehlten eher als Bücher aus anderen philosophischen Bereichen: 8,5% der nicht vorhandenen Ethikbücher waren entweder verschwunden oder bereits ein Jahr über der Rückgabefrist, im Vergleich zu 5,7% der Nicht-Ethikbücher. Daraus ergibt sich ein relatives Risiko (risk ratio) von cirka 1,5 zu 1 (66/778 vs. 52/910, Konfidenzintervall (CI, confidence interval) +0,3% zu +5,2%, Z = 2,2, p = .03).

Einschätzung des generellen Verhaltens von Ethikern durch Fachleute bzw. Kollegen (peers):

In einer 2007 beim „Pacific Division“ Treffen der American Philosophical Association (APA) durchgeführten Studie fragten wir Teilnehmer, ob sich Ethiker im Allgemeinen moralisch besser, schlechter oder gleich verhalten als Philosophen in anderen Bereichen als der Ethik (Schwitzgebel und Rust 2009). Nur eine Minderheit der Befragten (35%) war der Ansicht, dass sich Ethiker im Allgemeinen besser verhielten als andere Philosophen, während 46% der Ansicht waren, dass sich Ethiker ungefähr gleich verhielten. 19% vertraten die Ansicht, dass sich Ethiker schlechter verhielten (48/136 vs. 62/136 vs. 26/136, CI für die Meinung „gleich“ 37%-54%).

Fremdeinschätzung des moralischen Verhaltens von ausgewählten Ethikern:

Bei demselben Treffen stellten wir einer anderen Gruppe von Teilnehmern zwei Fragen über das moralische Verhalten bestimmter, zufällig ausgewählter Ethiker sowie bestimmter, ebenfalls zufällig ausgewählter Experten in Metaphysik und Erkenntnistheorie (Es wurden jene Personen ausgewählt, die aus demselben Institut wie die Befragten stammten und deren Namen alphabetisch direkt nach den Namen der Befragten kamen. Falls notwendig, wurde nach Z wieder mit A begonnen). 44% der Befragten stuften das moralischer Verhalten der Kollegen aus dem Bereich Ethik höher ein als jenes der Kollegen aus den Bereichen Metaphysik und Erkenntnistheorie. 26% stuften das Verhalten gleich ein und 30% schätzten das moralische Verhalten als schlechter ein – statistisch gesehen zeigt sich also nur eine geringfüge Tendenz, Ethiker besser einzustufen (55/125 vs. 33/125 vs. 37/125, one-proportion test of 55/92 vs. .5, exact p = .08).

Wahlbeteiligung:

Ausgehend von der Annahme, dass die Beteiligung an öffentlichen Wahlen eine Bürgerpflicht ist, untersuchten wir die Wahlbeteiligung von Professoren in fünf Staaten der USA (jene Staaten, in denen die Information über individuelle Beteiligung an Wahlen für Forscher leicht zugänglich ist; Schwitzgebel und Rust 2010, in Kürze erscheinend). Unter Tenure-Track Professoren zeigte sich ein nahezu identisches Ergebnis der drei analysierten Gruppen in den staatlichen Datenbanken zur Wahlbeteiligung: eine durchschnittliche Wahlbeteiligung von 1,1 im Jahr für professionelle Ethiker, professionelle Philosophen in einem anderen Bereich als Ethik und einer Vergleichsgruppe aus Professoren an nicht-philosophischen Instituten (square-root transformed ANOVA, F = 0.3, p = .76). Auch bei Spezialisierungen im Bereich politischer Philosophie zeigte sich kein Einfluss auf die Wahlbeteiligung (1,1 vs. 1,1, T = 0,6, p = .57).

Gespräche („tratschen“) während offizieller Konferenzen:

Ausgehend von der Annahme, dass unhöfliche Handlungen moralisch relevant sind, untersuchten wir die Häufigkeit hörbarer Zwischengespräche im Publikum während offizieller Vorträge bei Ethikeinheiten im Vergleich zu Nichtethikeinheiten bei zwei APA Treffen (Schwitzgebel, Rust, Huang, Moore und Coates 2012). Wir bemerkten keinen Unterschied in der Häufigkeit der Gespräche der jeweiligen Gruppen: .010 vs. .009 Fälle pro Vortragsstunde bei Ethikeinheiten vs. Nichtethikeinheiten (15/1476 vs. 12/1324, CI difference -.006 bis +.008, Z = 0,3, p = .77).

 

Versuche, die Tür beim Betreten oder Verlassen offizieller Vorträge leise zu schließen:

Bei denselben Treffen untersuchten wir die Häufigkeit, in denen Personen aus dem Publikum die Tür während eines offiziellen Vortrages laut zumachten oder versuchten, die Türe leise zu schließen (Schwitzgebel et al. 2012). Dieser einfache Test zeigte eine statistisch geringfügige Tendenz zu weniger „zugeknallten“ Türen während der Ethikeinheiten: 18% bei Betreten oder Verlassen von Ethikeinheiten vs. 24% bei Nichtethikeinheiten (52/286 vs. 77/315, Z = -1,9, p = .06). Allerdings zeigte eine post-hoc Analyse, dass die Durchgänge nicht hinreichend unabhängig waren, da wir keinen korrespondierenden Unterschied im medianen Prozentwert der „zugeknallten“ Türen pro Einheit fanden: 18% bei Ethikeinheiten vs. 15% bei Nichtethikeinheiten (Mann-Whitney, W = 451, p = .95).

Zurücklassen von Bechern und Müll in Konferenzsälen:

Unserer Ansicht nach ist es generell höflich für Teilnehmer bei philosophischen Konferenzen, wenn sie ihre Becher oder ihren Müll bzw. ihre Handouts bei Verlassen der Veranstaltung selbst wegtragen. Bei vier Treffen der APA untersuchten wir die Häufigkeit, in denen Personen bei Ethikeinheiten und Nichtethikeinheiten ihre Becher und ihren Müll zurückließen (Schwitzgebel et al. 2012). Wir fanden bei unseren Messungen keine Unterschiede: 17% der Teilnehmer bei Ethikeinheiten ließen ihre Becher zurück vs. 18% der Teilnehmer bei Nichtethikeinheiten (197/1173 vs. 284/1594, CI difference -3,9% bis +1,8%, Z = -0,7, p = .48). 12% beider Gruppen ließen Müll zurück (136/1173 vs. 188/1594, CI difference -2,6% bis +2,2%, Z = -0,2, p = .87). Allerdings haben wir herausgefunden, dass Teilnehmer bei Einheiten zur Umweltethik weniger Müll zurückließen: 3% vs. 12% (2/67 vs. 322/2700, Fisher’s exact, p = .02).

Bezahlen von Konferenzgebühren:

Ausgehend von der Annahme, dass es eine moralische Verpflichtung ist, die relativ bescheidenen Anmeldegebühren der American Philosophical Association bei einer Konferenzteilnahme zu bezahlen, untersuchten wir die Häufigkeit nach welcher Philosophen, die am Pacific Division Programm von 2006 bis 2008 teilnahmen, laut der Pacific Division Abteilung ihre Gebühren bezahlt haben (Schwitzgebel 2013). Der Unterschied in der Zahlungsbereitschaft zwischen Teilnehmern von Ethikeinheiten und Nichtethikeinheiten war statistisch nicht relevant: 74% vs. 76% (552/744 vs. 674/891, CI for difference -5.7% to +2.8%, Z = -0.7, p = .50).

Beantwortung studentischer E-Mails:

Wir gehen davon aus, dass es generell besser ist, auf Mails von Studenten zu antworten, als diese zu ignorieren. Mit diesem Gedanken verschickten wir E-Mails, die aussahen, als wären sie von Studenten geschrieben, an drei verschiedene Gruppen von US-amerikanischen Professoren (Rust und Schwitzgebel 2013). Ethiker beantworteten 62% der E-Mails, verglichen mit 59% von Philosophen in anderen Bereichen als der Ethik und 58% der Kontrollgruppe aus Professoren in einem anderen Feld als der Philosophie – ein Ergebnis, das trotz über 3000 Versuchen keine statistische Relevanz aufweist  (630/1021 vs. 641/1083 vs. 580/1005, χ2 = 3.4, p = .18; CI for difference between ethicists and non-ethicist philosophers: -1.7% to +6.7%). (In Rust und Schwitzgebel 2013 findet sich eine Diskussion über den moralischen Status der Verwendung von Täuschung in dieser Studie).

Mitgliedschaft im Verein der eigenen akademischen Richtung:

Ob die Pflicht besteht, die eigene akademische Richtung durch das Zahlen von Mitgliedsbeiträgen zu unterstützen, ist bestreitbar. In einer Stichprobe aus US-amerikanischen Philosophen fanden wir bei Ethikern keine höheren Mitgliedsraten in der American Philosophical Association als bei Nichtethikern: 62% der Professoren aus der Stichprobe beider Gruppen waren auf der Homepage der APA als Mitglieder eingetragen (218/354 vs. 224/362, CI for difference -7.4% to + 6.8%, Z = -0.1, p = .94; Schwitzgebel und Rust, in Kürze erscheinend).

Im Kontakt mit der eigenen Mutter bleiben:

2009 sendeten wir eine multi-item Umfrage über moralische Einstellung und moralisches Verhalten von Professoren an eine Stichprobe von etwa eintausend Professoren (Schwitzgebel und Rust, in Kürze erscheinend). Wir erhielten eine Antwort von 198 Ethikern, 208 nicht auf Ethik spezialisierten Philosophen und 167 Professoren aus einem anderen Institut als der Philosophie. Einige fragten nach einer Selbsteinschätzung des eigenen moralischen Verhaltens. Eine dieser Fragen war: „Wie viele Tage ist es her, seit Sie persönlichen oder telefonischen Kontakt zu Ihrer Mutter hatten?“ Unter der Annahme, dass ein zumindest monatlicher Kontakt mit der eigenen Mutter eine Norm darstellt und unter Ausschluss von Personen, deren Mutter verstorben war, zeigte sich ein ähnliches Ergebnis der einzelnen Gruppen: 10% der Ethiker gaben an, dass der letzte Kontakt mit deren Mutter länger als 30 Tage zurücklag, verglichen mit 11% der Nichtethiker-Philosophen und 8% der Nichtphilosophen (11/114 vs. 13/123 vs. 8/99, χ2 = 0.4, p = .82; CI for difference between ethicists vs. non-ethicist philosophers -8.6% to +6.8%, Z = -0.2, p = .81). In einer zusätzlichen Messung zeigte sich, dass Nichtphilosophen über mehr regulären Kontakt mit ihrer Mutter berichten als beide jeweiligen Gruppen von Philosophen: 83% der Nichtphilosophen gaben an, zweimal oder öfter im Monat Kontakt mit ihrer Mutter zu haben, verglichen mit 70% der Ethiker und 74% der Philosophen in einem anderen Bereich als der Ethik (χ2 = 8.0, p = .02).

 

 

Fleischkonsum:

Es könnte moralisch gut sein, den Fleischkonsum zu unterlassen. Eine Frage in unserer Untersuchung war daher: „Denke an dein letztes Abendessen zurück, Snacks nicht miteingerechnet. Hast du bei diesem Essen Fleisch von einem Säugetier gegessen?“ 37% der Ethiker antworteten mit „Ja“, verglichen mit 33% der Nichtethiker-Philosophen und 45% der Nichtphilosophen, was statistisch nur einen geringfügigen Unterschied bedeutet (69/185 vs. 65/195 vs. 75/165, χ2 = 5.7, p = .06; ethicists vs. non-ethicist philosophers CI for difference -5.6% to +13.6%; ethicists vs. non-philosophers CI for difference -18.5% to +2.2%). In einer zusätzlichen Messung zeigte jedoch sich, dass Ethiker öfter als die anderen zwei Gruppen gar kein Säugetierfleisch pro Woche aßen: 27% vs. 20% und 14% (χ2 = 8.6, p = .01).

Organspende:

Ebenso fragten wir die Personen, ob sie sich laut ihrer Führerscheine als Organspender zur Verfügung stellten. 68% der Ethiker antworteten mit „Ja“, verglichen mit 65% der Nichtethiker-Philosophen und 69% der Nichtphilosophen (125/184 vs. 126/193 vs. 111/161, χ2 = 0.6, p = .75).

Blutspende:

Darüber hinaus fragten wir die Personen, wie viel Zeit seit ihrer letzten Blutspende vergangen war. Unter Ausschluss jener, welche zur Blutspende untauglich waren, gaben 13% der Ethiker an, 2008 oder 2009 (das Jahr der Umfrage) Blut gespendet zu haben, verglichen mit 14% der Nichtethiker-Philosophen und 10% der Nichtphilosophen, somit ergab sich kein statistisch relevanter Unterschied (15/115 vs. 17/123 vs. 10/100, χ2 = 0.8, p = .67).

Wohltätiges Spenden - Selbsteinschätzung:

Wir fragten Personen, wie viel Prozent ihres Einkommens sie 2008 für wohltätige Zwecke spendeten. Ausgehend von einer Norm von mindestens 3% wohltätiger Spenden bei Professoren ergab sich folgendes Ergebnis: 66% der Ethiker gaben an, 2008 mindestens 3% ihres Einkommens gespendet zu haben, verglichen mit 42% der Nichtethiker-Philosophen und 63% der Nichtphilosophen (120/181 vs. 80/190 vs. 98/156, χ2 = 25.6, p < .001). Einige andere Methoden, um diese Daten zu analysieren (z.B. geometrisches Mittel der angegeben Prozentsätze an Spenden und Prozentsätze von Personen, welche angaben, nichts gespendet zu haben) wiesen auf ein ähnlich niedriges Ergebnis der Selbsteinschätzung von wohltätigen Spenden bei Nichtethiker-Philosophen verglichen mit den anderen zwei Gruppen hin.

 

Wohltätiges Spenden - direkt gemessenes Verhalten:

Wir führten eine direkte Messung des wohltätigen Verhaltens durch. Die Hälfte unserer Umfragen wurde mit einem wohltätigen Anreiz für die Beantwortung versendet: Wir gaben das Versprechen, dass wir bei Beantwortung der Umfrage 10$ an eine wohltätige Organisation nach Wahl der antwortenden Person spenden würden. Die Personen konnten aus einer Auswahl einiger bekannter wohltätiger Organisationen selbst eine aussuchen. Im Gegensatz zu den Ergebnissen bei der Selbsteinschätzung waren nur die Nichtethiker-Philosophen nachweislich eher zur Beantwortung der Umfrage bereit, wenn der wohltätige Anreiz inkludiert war, als wenn er es nicht war: Ethiker 59% vs. 59%, Nichtethiker-Philosophen 67% vs. 59%, Nichtphilosophen 55% vs. 52% (104/177 vs. 94/160; 116/172 vs. 92/157; 84/154 vs. 83/160; non-ethicist philosophers one-tailed Z = 1.7, p = .048).

Ehrlichkeit bei der Beantwortung der Umfrage:

Mitwirkende bei Umfragen stellen eigene Eigenschaften oder das eigene Verhalten in den Vordergrund, wenn es sozial erwünscht ist, und unterschätzen sich selbst bei Eigenschaften oder Verhalten, wenn es sozial unerwünscht ist. Unsere Umfrage verwendete einige Methoden, um diesen Bias zu detektieren. Die zwei Gruppen von Philosophen haben sich bei dieser Messung nicht unterschieden (die Nichtphilosophen konnten nicht direkt verglichen werden), da 56% aus beiden Gruppen mindestens eine verdächtige Antwort bei der Umfrage gaben (110/198 vs. 117/208, CI for difference -10.4% to +9.0%, Z = -0.1, p = .89).

Zusammenfassung

Insgesamt haben wir 18 verschiedene Messungen des moralischen Verhaltens von Ethikern durchgeführt. Eine dieser Messungen zeigte, dass sich Ethiker unmoralischer verhalten (Messung der fehlenden Bibliothekswerke), zwei Messungen zeigten widersprechende Resultate abhängig von der ausgewählten Kontrollgruppe (die zwei Messungen zum wohltätigen Spenden) und die übrigen 15 Messungen zeigten keine statistisch relevanten Unterschiede. Weitere Messungen deuteten darauf hin, dass Anwesende bei Einheiten zur Umweltethik der APA eher weniger Abfall hinterlassen als Teilnehmer bei anderen Einheiten, dass Ethiker eher als andere Professoren zu strikten Vegetarismus tendieren und dass Ethiker möglicherweise eher seltener regelmäßigen (mindestens zweimal im Monat) Kontakt zur eigenen Mutter haben. Jedoch ist der Signifikanzwert (p-Wert) in Anbetracht der Anzahl der Messungen eher unbedeutend.

Meta-Analyse

Die meisten der Studien konnten statistisch nur mittlere bis große Effektgrößen detektieren und einige Studien tendierten dazu, Ethiker zu begünstigen. Um herauszufinden, ob diese statistisch nicht relevanten Tendenzen aufgrund der kleinen Population bei den individuellen Messungen nicht erfasst wurden, haben wir alle diese Studien (außer der Einschätzung des generellen Verhaltens von Ethikern durch Fachleute bzw. Kollegen) in einer Meta-Analyse kombiniert. Wir haben die Ergebnisse aller 17 Studien in einen Zwei-Stichprobenvergleich der Prozentzahl des von der Norm abweichenden Verhaltens übertragen. Wir bemerkten, dass einige dieser Normen strittig waren, vor allem Fleischkonsum und Mitgliedschaft im Verein der eigenen akademischen Richtung. In vielen Fällen jedoch, vor allem bei Mitgliedschaft im Verein der eigenen akademischen Richtung und Fleischkonsum (Schwitzgebel und Rust, in Kürze erscheinend) weisen unsere Studien darauf hin, dass der Großteil der professionellen Ethiker in den USA diese Normen befürwortet. Wir wandelten die Daten über die Teilnahme an Wahlen unter der Annahme einer Norm von mindestens einem Wahlgang pro Jahr in Prozentsätze um. Wir wandelten die Fremdeinschätzung des moralischen Verhaltens von ausgewählten Ethikern in Prozentsätze von Ethikern vs. Experten in Metaphysik und Erkenntnistheorie um, verglichen mit Bewertungen unter dem Mittelwert im Vergleich zu anderen Philosophen am Institut. Die übrigen verglichenen Prozentsätze sind die oben angegebenen. Tabelle 1 zeigt das relative Risiko des als von der Norm abweichend beschriebenen Verhaltens für die jeweilige der 17 Studien:

Tabelle 1: Relatives Risiko des als von der Norm abweichend beschriebenen Verhaltens

Messung

Ethiker: % abweichendes Verhalten

Nichtethiker: % abweichendes Verhalten

Relatives Risiko

Zwei-Proportionen Z Ergebnis

Fehlende Bibliothekswerke

8,4%

5,7%

1.48

-2.20

Fremdeinschätzung von ausgewählten Ethikern

19,7%

20,9%

0.94

+0.24

Weniger als ein Wahlgang pro Jahr

37,6%

31,8%

1.18

-1.11

Sprechen während Konferenzen

1,0%

0,9%

1.12

-0.30

Tür zuschlagen während Konferenzen

18,2%

24,4%

0.74

+1.88

Becher zurücklassen

16,8%

17,8%

0.94

+0.70

Müll zurücklassen

11,6%

11,8%

0.98

+0.16

Nichtbezahlen von Konferenzgebühren

25,8%

24,4%

1.06

-0.67

Nicht auf studentische Mails antworten

38,3%

40,8%

0.94

+1.18

Keine Mitgliedschaft bei der APA

38,4%

38,1%

1.01

-0.08

Nicht kürzlich bei der Mutter gemeldet

9,6%

10,6%

0.91

+0.23

Am Abend davor Fleisch gegessen

37,3%

33,3%

1.12

-0.81

Kein Organspender

32,1%

31,7%

0.92

+0.55

Kürzlich kein Blut gespendet

87,0%

86,2%

1.01

-0.18

Selbsteinschätzung: weniger als 3% des Gehalts gespendet

33,7%

57,9%

0.58

+4.82

Nicht auf den wohltätigen Anreiz bei der Umfrage reagiert

41,2%

32,6%

1.27

-1.69

Mindestens eine verdächtige Antwort bei der Umfrage

55,6%

56,3%

0.99

+0.14

Gleich gewichteter Durchschnitt

30,1%

31,0%

0.99 (geometrischer Mittelwert)

+0.17

 

Eine einfache Zusammenfassung aller dieser Beobachtungen ergibt eine Summe von 8477 Beobachtungen des Verhaltens von Ethikern und 9568 Beobachtungen des Verhaltens von Nichtethiker-Philosophen. Darunter zeigten sich folgende Fälle eines von der Norm abweichendem Verhaltens: 1763 (20,8%) Fälle bei Ethikern vs. 2022 (21,1%) bei Nichtethikern. Wenn wir diese (zugegebenermaßen) unausgeglichene und ungleichmäßige Sammlung als repräsentativ ansehen, können wir ein knappes Konfidenzintervall von 95% für den Unterschied in von der Norm abweichendem Verhalten ableiten, sodass sich das Intervall fast bei null zentriert: -1.5% zu +0.8% (Z = 0.6, p = .57). Durch eine r zu z‘ Transformation können wir auch ein Konfidenzintervall für die Korrelation zwischen der Tatsache, ein Ethiker zu sein und als dieser von der Norm abweichendes Verhalten zu zeigen, erstellen: -.02 < population ρ < .01 (sample r = .004). Da diese einfache Zusammenfassung jedoch nicht die unterschiedliche Größe der Stichproben von Ethikern und Nichtethikern in dieser Studie berücksichtigt wird etwas, das eigentlich verschieden ist, als homogen aufgefasst und führt zu einer starken relativen Gewichtung der Konferenz- und Mailstudien (große Stichproben). Deswegen dachten wir, dass es nützlich wäre, eine alternative Analyse anzubieten, die alle Studien gleich gewichtet. Wieder fanden wir keine Anzeichen für einen Unterschied im moralischen Verhalten der beiden Gruppen: 30,1% von der Norm abweichendes Verhalten bei Ethikern vs. 31.0% bei Nichtethikern (Z = 0.7, p = .48, unter Verwendung des Verfahrens von Rosenthal and Rosnow 1984/2008).

Trotz dieser gehäuften Resultate lassen wir die Möglichkeit offen, dass sich Ethiker tatsächlich in mancher Hinsicht moralisch besser und in anderer Hinsicht moralisch schlechter verhalten als andere und dass wir einfach nur eine Reihe von Messungen und Gewichtungen verwendet haben, die diese Unterschiede nicht aufdecken. Unsere Messungen waren einfach zugänglich und quantifizierbar. Wir haben zum Beispiel nicht untersucht, ob Ethiker eher einen sanften Ton mit ihren Kindern anschlagen oder ob sie eher resistent gegenüber falscher Ideologie und Autorität sind (Schwitzgebel 2010 bietet einige vorläufige Daten über die Beteiligung von Philosophen am Nationalsozialismus).

3. Zusammenhänge zwischen moralischem Verhalten und moralischer Einstellung

Auch wenn das Studium der Ethik keinen Unterschied auf unser Verhalten ausmacht, könnte es dennoch beeinflussen, wie wir über unser Verhalten denken. Beispielsweise könnte bei Ethikern eine höhere Korrelation zwischen ihrem Verhalten und ihren Einstellungen sein als bei Nichtethikern (z.B. wenn sie ihre Einstellungen an ihr bereits existierendes Verhalten anpassen), oder eine niedrigere Korrelation (z.B. wenn moralisches Denken zu übertriebenen selbstgefälligen Normen führt, ohne dass das tatsächliche Verhalten geändert wird).

Wir kennen nur eine quantitative Studie, die sich mit diesem Thema beschäftigt: Schwitzgebel und Rust, in Kürze erscheinend (mit einigen Daten die in Rust und Schwitzgebel 2013 weiter analysiert und diskutiert werden). Diese Studie fragte US-amerikanische Ethiker, Nichtethiker-Philosophen und eine Stichprobe aus Professoren von anderen Instituten nach der moralischen Gutheit oder Schlechtheit von zehn Verhaltensweisen: 1000$ stehlen, Mitgliedsgebühren im Verein der eigenen akademischen Richtung bezahlen, regelmäßige Teilnahme an öffentlichen Wahlen, weniger als einmal im Monat telefonischen oder persönlichen Kontakt mit der eigenen Mutter haben, regelmäßig Fleisch von Säugetieren essen, Blutspender sein, kein Organspender sein, nicht auf alle studentischen Mails antworten, 10% des eigenen Einkommens spenden und nicht wahrheitsgemäß bei Umfragen antworten. Für alle diese Verhaltensweisen außer dem Diebstahl haben wir später in der Umfrage Selbsteinschätzungen gesammelt und in manchen Fällen konnten wir Daten aus direkter Beobachtung gewinnen: Die Population der Umfrage war dieselbe, von der wir die Daten über Wahlbeteiligung, Mitgliedschaft im Verein der eigenen akademischen Richtung und einen Teil der Beantwortung studentischer Mails hatten. Zusätzlich brachte uns diese Studie noch beobachtbare Daten über die Ehrlichkeit bei Befragung und über die Wirksamkeit unserer wohltätigen Anreize bei Beantwortung der Umfragen. Die Verhaltensdaten dieser Studie wurden bereits in Kapitel 2 besprochen. Dieser Teil stellt einen Zusammenhang zwischen diesen Verhaltensdaten und den Daten über moralische Einstellung her. Wir möchten darauf hinweisen, dass alle Daten zum Schutz der Privatsphäre der Teilnehmer anonymisiert wurden, indem die Namen durch Codenummern ersetzt wurden.

Wir fanden die allgemeine Tendenz, dass Ethiker insgesamt stringentere moralische Ansichten besitzen als die beiden anderen Gruppen, jedoch fanden wir bei keiner Gruppe einen Unterschied im Ausmaß der Konsistenz zwischen ihren vertretenen Normen und ihrem selbst eingeschätzten oder direkt beobachteten Verhalten.

Am meisten unterschieden sich die Gruppen in ihren Meinungen über Vegetarismus und wohltätigen Spenden. Die Frage nach dem moralischen Status von „regulärem Fleischkonsum von Säugetieren wie Rind oder Schwein“ stuften 60% der Ethiker als moralisch schlecht auf unserer Antwortskala ein, verglichen mit 45% der Nichtethiker-Philosophen und nur 19% der Nichtphilosophen (χ2 = 64.2, p < .001). Bei der Frage „Wie viel Prozent seines Einkommens sollte ein typischer Professor für wohltätige Zwecke spenden? (Antworten Sie mit 0, wenn sie der Meinung sind, dass ein typischer Professor nichts spenden sollte.)“ antworteten 9% der Ethiker mit 0, verglichen mit 24% der Nichtethiker-Philosophen und 25% der Nichtphilosophen (χ2 = 18.2, p < .001). Unter jenen, die nicht 0 als Antwort gaben, war das geometrische Mittelmaß bei Ethikern 5,9% des Einkommens, vergleichen mit 4,8% bei den anderen zwei Gruppen (ANOVA, F = 3.6, p = .03). Wie bereits weiter oben besprochen fanden wir trotz dieser Unterschiede in der angegebenen normativen Einstellung keine eindeutigen Anzeichen dafür, dass Ethiker weniger Fleisch aßen oder mehr für wohltätige Zwecke spendeten.

Wir verwendeten korrelative Messungen um den Zusammenhang zwischen der angegebenen normativen Einstellung und dem entweder beobachteten oder selbst eingeschätzten moralischen Verhalten zu untersuchen. Ethiker zeigten eine höhere Korrelation als die Kontrollgruppen bei ihren angegebenen Einstellungen über den moralischen Status der Stimmabgabe bei Wahlen. Dies wurde mithilfe einer 9-Punkte-Skala und deren staatlich erfasster Wahlbeteiligung gemessen: bei Ethikern r = .36, verglichen mit .14 bei Nichtethiker-Philosophen und nur .01 bei Nichtphilosophen. (Unter Verwendung paarweiser zr Konversionen zeigte sich kein signifikanter Unterschied in der Korrelation zwischen Ethikern und Nichtethikern-Philosophen [p = .11], aber ein signifikanter Unterschied zwischen Ethikern und Nichtphilosophen [p = .02].) Dennoch zeigte sich bei Ethikern eine geringere Korrelation als bei den anderen Gruppen zwischen ihrer angegebenen Einstellung darüber, wie viel der typische Professor für wohltätige Zwecke spenden sollte, und wie viel sie selbst angaben, im Jahr 2008 gespendet zu haben: r = .33, verglichen mit .46 bei Nichtethiker-Philosophen und .62 bei den Nichtphilosophen. (Unter Verwendung von paarweisen zr Konversionen ergibt sich ein geringfügig signifikanter Unterschied bei den Korrelationen zwischen Ethikern und Nichtethiker-Philosophen [p = 0.09] und eine signifikanter Unterschied zwischen Ethikern und Nichtphilosophen [p = .003].) Nachdem wir alle Messungen der Einstellung-Verhalten-Korrelation in einer Metaanalyse zusammenführten, haben wir keine allgemeinen Unterschiede zwischen den Gruppen gefunden: Bei Ethikern ergab sich insgesamt eine geschätzte Korrelation von r = .20, verglichen mit r = .24 bei Nichtethiker-Philosophen und r = .16 bei Nichtphilosophen (zr‘s kombiniert wie in Rosenthal und Rosnow 1984/2008 beschrieben; finale p‘s ≥ .48).

4. Konklusion

Die unterschiedlichen Messungen deuten darauf hin, dass sich professionelle Ethiker im Durchschnitt sehr ähnlich wie andere Professoren verhalten und eine Studie mit mehreren Messungen deutet darauf hin, dass sich Ethiker weder mehr noch weniger als andere Professoren im Einklang mit ihren vertretenen moralischen Einstellungen verhalten. Jedoch wurden alle diese Studien von einer einzelnen Forschungsgruppe durchgeführt und müssen erst von anderen unabhängigen Forschern bestätigt werden. Daher bleibt die Möglichkeit offen, dass andere oder genauere Messungen dennoch auf moralische Unterschiede zwischen Ethikern und anderen Professoren hinweisen könnten.

Daraus folgt nicht, dass philosophisch-moralische Reflexion keinen Einfluss auf moralisches Verhalten hat. Welchen Einfluss philosophische Reflexion allerdings tatsächlich auf praktisches Verhalten hat, in welche Richtung und unter welchen Bedingungen, sind Fragen, die - trotz ihrer zentralen Stellung für ein angemessenes Verständnis über den Wert der Philosophie als Lehrfach und die allgemeine Verbindung zwischen moralischem Denken und moralischem Verhalten - weiterhin offen und bislang nahezu unerforscht sind.

 

Literaturnachweise:

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